Nach der US-amerikanischen Umweltschutzbehörde (Environmental Protection Agency) hält sich der moderne Mensch zu ungefähr 90 % seines Lebens in geschlossenen Räumen auf.  Doch leider lässt die Qualität der Raumluft oft zu wünschen übrig.

Auch wenn täglich gelüftet wird, ist die Raumluft alles andere als optimal für die Gesundheit. Bei Messungen wird oft ein erhöhter Wert von Schadstoffen, wie zum Beispiel Formaldehyd, Trichlorethylen und Benzol festgestellt.

Allesamt dieser Schadstoffe sind gesundheitsschädlich und wurden von verschiedenen Behörden als krebserzeugend eingestuft.

Sick Building Syndrom

Der Begriff Sick Building Syndrom fasst Beschwerden zusammen, die beim Aufenthalt in Gebäuden entstehen. In erster Linie betrifft es das Allgemeinempfinden. Sobald sich die betroffene Person nicht mehr in den Räumen bzw. dem Gebäude aufhält, verschwinden die Beschwerden wieder.

Das Allgemeinbefinden ändert sich zum negativen hin, indem man sich schlapp, müde und unkonzentriert fühlt. Desweiteren kann Formaldehyd zu Husten, Ausschlägen, brennenden Augen und Irritationen von Hals und Nase führen.

Im schlimmsten Fall kann die schlechte Raumluft Allergien sowie Anämien  auslösen oder zu einer Erkrankung des Lymphsystems  führen.

Zimmerpflanzen, die die Raumluftqualität verbessern

Pflanzen geben in der Regel Sauerstoff ab und nehmen Kohlendioxid auf – das allein trägt schon zu einer besseren Luftqualität bei.

Einige Pflanzen leisten jedoch noch einen größeren Beitrag, indem diese die Luft reinigen und schädliche Stoffe aufnehmen [1].

Die erste Liste von luftreinigenden Pflanzen wurde von der NASA im Rahmen einer Studie erstellt, der NASA Clean Air Study [2]. Untersucht wurde in der Studie, wie die Luft in Raumstationen verbessert werden kann.

Unsere Top 9

Blattfahne (Spathiphyllum)

Bogenhanf (Sansevieria)

Birkenfeige (Ficus benjamina)

Chrysantheme (Chrysanthemum morifolium)

Gemeiner Efeu (Hedera helix)

Gerandeter Drachenbaum (Dracaena reflexa)

Grünlilie (Chlorophytum elatum)

Efeutute (Scindapsus aureus)

Baumfreund (Philodendron)

Die perfekten Pflanzen fürs Büro finden

Wer sich für keine Pflanze(n) entscheiden kann, sollte auf drei Dinge achten:

  • Die luftreinigenden Eigenschaften (Formaldehyd, Benzol, Trichlorethen und Xylole)
  • Der genaue Standort und der verfügbare Platz
  • Die Ästhetik der Pflanzen, also das Aussehen

Die Vitalität der Pflanze und der Standort haben entscheidenden Einfluss auf die Abbauleistung. Je optimaler der Standort, desto besser fällt die Entgiftungsleistung der Pflanze letzten endlich auch aus. Beispielsweise sollte eine Pflanze die viel Licht braucht, auch auf der Fensterbank stehen. Auch sollte darauf geachtet werden, wie viel Wasser eine Pflanze benötigt.

Je mehr Pflanzen, desto besser. Für eine ausreichende Luftreinigungswirkung empfehlen die NASA-Forscher zumindest eine Pflanze pro 9 m².

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