Wer auf eine gesunde Ernährung seinerseits achtet, sollte sich darüber im Klaren sein, dass Frischhaltedosen aus Kunststoff ein enormes Gesundheitsrisiko darstellen. Eine Alternative sind Frischhaltedosen aus Glas.

Frischhaltedosen bestehen zumeist vollständig aus Kunststoff, welches wiederum Bisphenol A [BPA] & Phthalate enthält. Beide dieser Stoffe wirken sich schädigend auf die Gesundheit aus.

Phthalate und Bisphenol A treten aus dem Material der Kunststoffdosen auf die Nahrung über, die Nahrung wird verzehrt und so gelangen diese schädlichen Stoffe in den menschlichen Organismus.

Gerade (Klein-) Kinder nehmen durch Benutzung von Kunststofffrischhaltedosen zu viele gesundheitlich bedenkliche Stoffe zu sich, was unter Umständen negative Auswirkung auf die Wachstumsphase haben kann. Doch auch Erwachsene nehmen über den Tag gesehen in zu hohen Mengen BPA und Phthalate auf.

Frischhaltedosen aus Glas

Wer es tatsächlich ernst meint mit dem gesunden Lebensstil, sollte sofort all seine Frischhaltedosen aus Kunststoff entsorgen und auf Glas umschwenken. Neben den gesundheitlichen Aspekten bringen Frischhaltedosen aus Glas noch mehr Vorteile mit sich.

Vorteile

  • Schadstofffrei – frei von BPA, Phtalaten und anderen Schadstoffen.
  • Backofengeeignet – die meisten Glas Frischhaltedosen sind mikrowellen- und backofentauglich, d.h. Speisen können in der Schale zubereitet werden.
  • Leicht zu reinigen und spülmaschinenfest – durch die glatte Oberfläche sind Frischhaltedosen aus Glas leicht zu reinigen. Darüberhinaus sind diese Spülmaschinengeeignet.
  • Geschmacksneutral – es färbt kein Kunststoffgeschmack auf die Speisen über.

Nachteile

  • Unhandlicher – Glas ist ungleich schwerer als Kunststoff und daher fällt der Transport etwas unhandlicher aus.
  • Zerbrechlich – bei Sturz auf dem Boden zerbricht eine Frischhaltedose aus Glas höchstwahrscheinlich.

Gesundheitliche Gefahren: BPA und Phthalate

Studien: BPA

Eine Studie der University of Michigan aus dem Jahr 2010 deutet auf einen möglichen Zusammenhang zwischen einer hohen BPA-Konzentration und einer unter anderem 23 prozentigen geringeren Samenkonzentration hin [1].

Nach einer Studie der University of Missouri stört Bisphenol A nicht nur die Sexualentwicklung, sondern auch die Entwicklung des Gehirns bei Vögeln und Mäusen [2].

Eine weitere Studie verknüpft BPA mit Störungen der männlichen Sexualfunktion [3].

Nach einer Auswertung der NGO CHEM Trust und der Auswertung des Umweltbundesamtes deuten zum derzeitigen Zeitpunkt neu erschienene Studien auf einen Zusammenhang zwischen fehlender Libido, Fettleibigkeit, Diabetes und Herz-Kreislaufprobleme und einer erhöhten BPA Konzentration im Blut hin [4] [5].

BPA stört die Funktionsweise von Proteinen, die für Wachstumsprozesse in Zellen verantwortlich sind und fördert dadurch GTPase-vermittelte Tumore [6].

Außerdem kann BPA den Hormonhaushalt beeinflussen und Enzyme und Transportproteine in ihrer Funktion beeinträchtigen, so eine Studie der Universitätsklinik Bonn [7].

Studien: Phthalate

Phthalate stehen im Verdacht Unfruchtbarkeit, Übergewicht und Diabetes hervorzurufen [8] [9].

Referenzen

  1. Semen quality and sperm DNA damage in relation to urinary bisphenol A among men from an infertility clinic.
  2. BPA-Exposed Male Deer Mice are Demasculinized and Undesirable to Females, University of Missouri
  3. Increasing BPA Levels In Urine Associated with Worsening Male Sexual Function
  4. Bisphenol A – Massenchemikalie mit unerwünschten Nebenwirkungen[5] A review of the science linking chemical exposures to obesity and diabetes
  5. Bisphenol A binds to Ras proteins and competes with Guanine Nucleotide exchange: implications for GTPase-selective antagonists
  6. Bisphenol A inhibits voltage-activated Ca2+ channels in vitro: mechanisms and structural requirements
  7. IDW-Online 29. Mai 2012
  8. Phthalate – Die nützlichen Weichmacher mit den unerwünschten Eigenschaften
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