Deo selber machen – hierfür sprechen gleich mehrere Gründe. Der zumeist wichtigste Umstand ist der, dass die meisten Deodorants aus dem Handel Aluminiumverbindungen zur Unterdrückung der Schweißbildung nutzen.

Keine Frage, die in Deos enthaltenen Aluminiumverbindungen leisten gute Arbeit. Auch bei stark schwitzenden Personen können aluminiumhaltigen Deos unangenehme Gerüche vermeiden. Über eine Eiweißreaktion verstopft Aluminium die Schweißdrüsen. Doch stehen diese Aluminiumverbindungen im strengen Verdacht, diverse Krankheitsbilder zu fördern.

Der Körper nimmt kleinste Aluminiumpartikel durch die Haut auf, was nach derzeitigem Stand negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben kann. Aluminium steht etwa unter Verdacht, sich negativ auf die Spermienqualität auszuwirken, das Krebsrisiko zu erhöhen und Alzheimer hervorzurufen.

Nebendies sind selbst gemachte Deos wesentlich günstiger als gekaufte.

Deo selber machen – Anleitung

Deo ist nicht gleich Deo. Es gibt mehrere Arten von Deodorants. Da wären: Deo-Roller, Deo-Sticks, Deo-Bars und Deo-Cremes. Doch bei allen Arten ist gleich, dass das Deo selber machen alles andere als schwer ausfällt.

Deo-Roller

Benötigt wird:

  • 100 ml Hydrolat
  • 10 mg Natron
  • ½ Teelöffel Xanthan
  • 20 g Kokosöl
  • 5 g Stärke
  • 10 Tropfen Limettenöl

Anleitung (Rezept No. 1)

Hydrolat und daraufhin Natron in warmes Wasser geben und aller kräftig umrühren, bis sich alles vollständig aufgelöst hast.

Danach Xanthan hinzugeben und alles wieder gut umrühren, bis die Konsistenz gelb ist.

Jetzt kann geschmolzenes Kokosöl, welches bei geringer Wärme vorher erhitzt wurde, und die Stärke hinzugegeben werden.

Zum Schluss nur noch das Limettenöl hinzugeben. Fertig ist das Deo. Jetzt muss die zähe Flüssigkeit nur noch in einen Deo-Roller gegossen werden.

Benötigt wird:

  • 100 ml Wasser
  • 2 Teelöffel Natron
  • 1 – 2 Teelöffel Speisestärke
  • Ätherische Öle

Anleitung (Rezept No. 2)

Das Wasser auf leichter Flamme erhitzen und die Speisestärke unterrühren. Anschließend das ganze kurz aufkochen lassen, bis die Konsistenz leicht sirupartig ist.

Wenn die Zusammensetzung auf ungefähr 30° C abgekühlt ist, kann das Natron untergemischt werden.

Im letzten Schritt können Sie den fertigen, aber noch geruchsneutralen Deo ätherische Öle beigegeben. Jetzt muss die Flüssigkeit nur noch in einen leeren Roller umgefüllt werden.

Deostick

Benötigt wird:

  • 50 g Kokosöl
  • 35 g Sheabutter
  • 15 g Bienenwachsperlen
  • 8 g Mandelöl
  • 5 g Arrowrootpulver
  • 10 g Teelöffel rosa Tonerde
  • 7 g Natron
  • 2 Tropfen ätherisches Salbeiöl
  • 5 Tropfen ätherisches Grapefruitöl

Anleitung

Kokosöl, Mandelöl und Bienenwachs in eine Schüssel geben und die Mischung im Wasserbad bei leichter Temperatur erhitzen, bis alles geschmolzen ist.

Anschließend muss die Schüssel vom Wasserbad genommen und Sheabutter hineingegeben werden.

Ist die Basis fertig können Sie die restlichen Zutaten löffelweise dazugegeben und gründlich verrühren. Dann noch für ca. zehn Minuten in den Kühlschrank stellen und dann kann die zähflüssige Masse auch schon in die Deo-Hülsen umgefüllt werden.

Sprühdeo

Benötigt wird:

  • 200 ml Hamameliswasser
  • 2,5 ml Dermosoft (natürlicher Deo-Aktivstoff)

Anleitung

Die beiden Bestandteile (Hamameliswasser & Dermosoft) in eine Sprühflasche geben und den Inhalt kräftig durchschütteln. Fertig ist das Sprühdeo.

Deo-Bar

Benötigt wird:

  • 20 g Kokosöl
  • 10 g Sheabutter
  • 10 g Kakaobutter
  • 45 g Natron
  • 10 g Heilerde
  • 5 Tropfen ätherische Öle

Anleitung

Kokosöl, Kakao- und Sheabutter bei niedriger Hitze im Wasserbad schmelzen lassen. Daraufhin die restlichen Zutaten – außer die ätherischen Öle – hinzugeben und alles gut miteinander verrühren.

Zum Schluss können Sie die ätherischen Öle hinzugeben. Jetzt kann die Masse in die Förmchen gegossen und für mehrere Stunden im Kühlschrank zum erkalten gestellt werden.

Deo-Creme

Benötigt wird:

  • 50 g Kokosöl (Bio)
  • 50 g Maisstärke
  • 35 g Natron

Anleitung

Das Kokosöl in einen Topf geben und bei geringer Hitze langsam schmelzen lassen.

Ist das Kokosöl geschmolzen, kann das Natron zugegeben und mit einem Schneebesen verrührt werden.

Anschließend kann die Maisstärke eingerührt werden. Die einzelnen Zutaten sind so lange zu rühren, bis alles miteinander verbunden und frei von Klumpen ist.

Zum Schluss kann die flüssige Masse in ein kleines Döschen abgefüllt werden.

Am nächsten Tag können Sie eine erbsengroße Menge entnehmen, kurz mit den Fingern erwärmen und unter die Achseln schmieren.

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