Badekugeln (auch: Badepralinen, Badebomben) – wer kennt sie nicht, die kleinen kugelförmigen Badezusätze, die in Berührung mit Wasser zu sprudeln beginnen und einen wohligen Duft verströmen.

Egal ob für den Eigenbedarf oder zum Verschenken. Badekugeln erleben ein Comeback. Verwunderlich ist das nicht, tragen Badekugeln zu einem entspannten Abend in einer wohlig temperierten, mit Wasser befühlten Badewanne bei.

Doch damit es nicht nur ein entspanntes, sondern auch gesundheitlich unbedenkliches Bad wird, empfiehlt es sich die Badekugeln in Eigenregie herzustellen. Das Projekt Badekugeln selber machen ist simpler als Sie vielleicht zu Anfang vermuten würden.

Wenn Sie Badekugeln selber machen, können Sie sicher davon ausgehen, dass diese frei von künstlichen Zutaten wie Paraffinen und anderen schädlichen Zusatzstoffen sind.

Warum sprudeln Badekugeln?

Warum Badekugeln sprudeln ist leicht erklärt. Kommt die Kugel ins Wasser, reagiert das Natron (Natriumhydrogencarbonat) mit der Säure, in der Regel handelt es sich um Zitronen- oder Ascorbinsäure. Bei dieser chemischen Reaktion wird Kohlensäure gebildet, die das sprudelnde Gas Kohlenstoffdioxid (CO2) freisetzt.

Im trockenen Zustand reagiert das Natron nicht mit der Säure.

Badekugeln selber machen – Anleitung

Bekanntlich führen viele Wege nach Rom. Das gleiche kann auch über die Herstellung von Badekugeln gesagt werden. Es gibt mehrere Möglichkeiten, mitsamt zum Teil verschiedenen Bestandteilen, um Badebomben herzustellen.

Anleitung Nr. 1 – Ohne Natron

Meist wird zur Zubereitung einer Badekugel Natron verwendet. Doch es geht auch gänzlich ohne Natriumbicarbonat. Bei Bedarf kann das Natron durch Backpulver ersetzt werden. Badebomben die mit Backpulver hergestellt wurden sprudeln weniger auf, als  jene mit Natron.

Zutaten

  • 4 x Tütchen Backpulver
  • 4 x Tütchen Zitronensäure
  • 3 x gehäufte Esslöffel Maismehl
  • 4 x Esslöffel Mandelöl
  • Optional: Farb- oder Duftstoffe

Zubereitung

  1. Drei gehäufte Esslöffel Maismehl in eine Schüssel geben.
  2. Zu dem Maismehl jeweils noch vier ganze Tütchen Backpulver- und Zitronensäure dazugeben.
  3. Dem Gemisch vier Esslöffel Mandelöl hinzugeben.
  4. Anschließend alles gut miteinander vermischen.
  5. Fertig ist auch schon die Grundmischung. Jetzt können dieser, je nach Vorliebe Farb- und Duftstoffe beigemischt werden, wie zum Beispiel Lavendel, Rosenblüten, Eukalyptusöl oder Schokoladenstückchen.
  6. Nun muss die Masse nur noch zu Kugeln geformt werden. Dies kann entweder ohne Hilfsmittel mittels Handfläche oder mit Hilfe eines Tischtennisballs bewerkstelligt werden. Den Tischtennisball in der Mitte zertrennen und in die Hälften jeweils die Rohmasse hineingeben. Anschließend die beiden Seiten zusammenführen.
  7. Fertig ist die Badekugel. Zu Anfang ist diese noch recht instabil sowie bröslig und ist daher erst einmal ein paar Tage zu trocknen.

Anleitung Nr. 2 – Mit Natron

Zu gewöhnlich enthalten Badekugeln Natron. Erst durch das Natron, natürlich in Verbindung mit der Zitronensäure sprudeln die Kugeln auch so richtig auf.

Zutaten (für vier Kugeln)

  • 200 g Natriumbicarbonat
  • 100 g Zitronensäure
  • 50 g Speisestärke
  • 75 g Kokosfett
  • Optional: Farb- oder Duftstoffe

Außerdem wird benötigt

  • 1 x große Schüssel (mit heißem Wasser auffüllen)
  • 1 x kleine Schale
  • 1 x tiefen Teller
Natron zur Herstellung von Badebomben
Zitronensäure für Badekugeln
Feine Speisestärke

Kokosfett

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Zubereitung

  1. Natron, Zitronensäure und Speisestärke gut miteinander vermischen.
  2. Das Kokosfett in die Schale geben und diese ist wiederum in das heiße Wasserbad zu stellen. Daraufhin verflüssigt sich das Kokosöl.
  3. Nun kann das verflüssigte Kokosöl mit den anderen Zutaten vermischt werden.
  4. Anschließend können der Rohmasse ätherische Öle (ca. 10 Tropfen) und andere Bestandteile, wie zum Beispiel Rosenblüten, Teeblätter, Badesalz oder andere Kräuter untergemischt werden.
  5. Zum Schluss ist die Masse nur noch in die gewünschte Form zu bringen.

Anleitung Nr. 3 – Mit SLSA

Wem es nicht ausreicht, dass die Badebomben nur sprudeln, kann diese auch zum aufschäumen bringen. Hierzu müssen die Badebomben das milde Tensid SLSA enthalten. Die Weinsäure in diesem Rezept sorgt dafür, dass sich der entstandene Staub stabilisiert.

Zutaten

  • 400 g Natriumbikarbonat
  • 120 g Zitronensäure
  • 80 g Weinsäure
  • 100 g SLSA
  • 20 g Milchpulver
  • 40 g Maisstärke
  • 35 g Kakaobutter
  • Optional: Farb- oder Duftstoffe

Zubereitung

  1. Natriumbikarbonat, Zitronensäure, Weinsäure, Maisstärke, Milchpulver und das SLSA zusammenmischen.
  2. Im nächsten Schritt muss die Kakaobutter im Wasserbad geschmolzen werden. Nachdem diese Flüssig ist, wird sie mit den restlichen Bestandteilen vermischt und zu einem feuchten Teig geknetet.
  3. Anschließend kann die Masse mit Lebensmittelfarbe oder ätherische Ölen verfeinert werden.
  4. Zum Schluss muss das Gemisch nur noch zu Kugeln geformt werden.

Tipps

Tipp #1: Kokosöl lässt sich durch Kakaobutter oder Sheabutter ersetzten.

Tipp #2: Auf keinen Fall sollten wasserhaltige Zutaten verwendet werden, da sonst das Natron mit der Säure reagiert.

Tipp #3: Wenn die Badebomben noch nicht trocken sind, können diese von außen noch mit Blütenblättern oder anderen Bestandteilen verschönert werden.

Tipp #4: Die selbstgemachten Badekugeln können noch etwas mit brauner, roter oder grüner Heilerde vermischt werden. Das verpasst den Kugeln nicht nur einen schönen Farbton, sondern hat auch positive Auswirkungen auf das Hautbild.

Badepralinen selber machen – es müssen nicht immer Kugeln sein!

Wenn Sie Badepralinen selber machen möchten, müssen es nicht immer Kugeln sein. Auch können Sie Silikonformen benutzen, um wunderschöne, von der Form her immer gleichbleibende  Badepralinen herzustellen. Diese eignen sich auch als wunderschönes, persönliches Geschenk zu Weihnachten, Geburtstagen oder zum Muttertag.

Silikonförmchen für Badepralinen

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Seien Sie stolz auf sich!

Sie haben die ersten Badekugeln selbstgemacht? Dann seien Sie stolz auf sich. Und wenn es Ihnen Freude bereitet hat, können Sie auch dazu übergehen andere Drogerieartikel wie Seife, Hustenbonbons oder Zahnpaste selbst herzustellen.

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